Bild vom Kind

Ihr Kind als Baumeister seiner eigenen Entwicklung

In den Biberbau-Kindergärten arbeiten wir nach einem modernen reformpädagogischen Ansatz, inspiriert von den Theorien von Maria Montessori und Emmi Pikler. Unser wichtigstes Thema: Ihr Kind, dessen Bedürfnisse und individuelle Entwicklung stehts im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen.

Jedes Kind hat sein eigenes Tempo

Als Eltern wissen Sie genau: Kinder lassen sich nicht vorschreiben, für was sie sich begeistern. Die Interessen kleiner Kinder sind so vielfältig wie die Möglichkeiten, die man ihnen anbietet – und gehen oft noch weit darüber hinaus: Kinder, die sich frei entwickeln können, reagieren sensibel auf ihre Umwelt, finden selbst neue Ideen, werden durch ihre Umwelt inspiriert. Diese Freiheit in der Entwicklung möchten wir unterstützen – und gleichzeitig durch gezielt Angebote Ihr Kind dazu anregen, sich mit pädagogisch wertvollen Spiel- und Lernmaterialien auseinanderzusetzen. Im Kindergarten Biberbau glauben wir an den „inneren Bauplan“ Ihres Kindes. Wir bereiten lediglich die Umgebung so, vor, dass Ihr Kind sich entsprechend seiner Interessen selbstständig entwickeln kann.

Wir lernen Ihr Kind kennen

Durch die relativ kleinen Gruppen und die festen BezugspädagogInnen haben wir die Möglichkeit, uns von Anfang an genau mit den individuellen Wünschen und Eigenschaften Ihres Kindes vertraut zu machen. Es macht uns viel Freude, die Vielfalt „unserer“ Biberbau-Kinder kennen zu lernen und dabei herauszufinden, welche Beschäftigung und welches pädagogische Material für Ihr Kind gerade interessant ist. Gerne bieten wir verschiedene Materialien an und geben Ihrem Kind den Raum, sich ganz in Ruhe und in seinem eigenen Tempo damit zu beschäftigen.

Was spielen die Kleinsten? Ein Beispiel für den Tagesablauf unserer 0-3jährigen.

Schon unsere Kindergruppen-Kinder haben sehr viel Spaß dabei, das neue Umfeld zu erkunden. Aber wie sieht ein Tag für ein so kleines Kind im Biberbau aus?
Wir beobachten Anna, 1,5 Jahre alt. Nachdem die Eingewöhnungsphase gut abgeschlossen wurde, kennt sie sich gut aus und kommt jeden Tag sehr freudig in ihre Gruppe. Anna hat während der behutsamen Eingewöhnung eine sichere Bindung zu ihren BezugspädagogInnen aufgebaut und bewegt sich sehr selbstständig und frei im Gruppenraum. Nach den ersten 5 Monaten liebt sie unseren Freispielbereich und beschäftigt sich dort lange mit heuristischem Material wie Tüchern und Holzringen. Sie versucht lange und immer wieder das Tuch durch den Ring zu ziehen. Zwei Monate später beschäftigt sich Anna mit der Knopfdose im Monte-Bereich. Mit zwei Jahren kann Anna schon mit dem Übungsrahmen Knöpfe auf und zu machen. Und mit 2,5 Jahren kann sie die Knöpfe an ihrer Jacke selbstständig auf und zu machen. Das spielerische Lernen ermöglicht ihr, schon früh kleine Aufgaben des täglichen Lebens zu lösen. Darauf ist Anna stolz – und findet im Bíberbau-Alltag immer neue Ideen und Anregungen.

Unsere Kleinkinder: Spielen, lernen, experimentieren

Der 3,5jährige Benjamin kommt schon seit 2,5 Jahren in den Biberbau. Nach der Eigewöhnung in der Krippengruppe mit 1,5 Jahren war es Zeit für einen Wechsel zu unseren „Großen“. Eine kurze Eingewöhnung, und Benjamin fühlt sich rundum wohl in der Kleinkindergruppe. Hier arbeitet er am liebsten in der Montessori-Ecke mit dem Rosa Turm. Seine Bezugspädagogin hat ihm die fünf Grundübungen für dieses Lernspielzeug gezeigt, er hat sie aufmerksam beobachtet und schon bald damit angefangen, die Grundformen anhand von Arbeitskarteien an der Wand nachzubauen. Nur wenige Monate später beherrscht er schon 12 Arbeitskarteien und ist einen Schritt weiter: Benjamin ist in der experimentellen Phase. Er baut Fahrzeuge, Gebäude und sogar einen kleinen Roboter aus den Teilen des Rosa Turms und lässt sich dabei ganz von seiner Fantasie leiten. Das spielerisch angeeignete Wissen über die verschiedenen Formen hilft ihm dabei, seine Ideen umzusetzen.

Wir begleiten Ihr Kind in seiner Entwicklung

Vielleicht haben Sie es schon anhand unserer beiden Beispiele gesehen: Im Biberbau entscheidet Ihr Kind selbst darüber, womit es sich beschäftigen möchte. Das stärkt Kreativität und Selbstbewusstsein.

Durch unsere Arbeit nach Montessori und Pikler haben wir die Möglichkeit, Kinder jeder Altersstufe entsprechend ihrer individuellen Interessen zu fördern. Das beginnt bereits bei der liebevollen Kommunikation über die Grundbedürfnisse der Kleinsten und reicht über unser vielseitiges Materialangebot bis hin zur Schulvorbereitung der „Großen“. Unser Prinzip des „Sprachbads“ – die Kinder werden pro Gruppe von einer Deutsch- und zwei Englischsprachigen PädagogInnen betreut und hören beide Sprachen in einem ganz natürlichen Umfeld – fördert die bilinguale Entwicklung Ihres Kindes, sein allgemeines Sprachverständnis und seine Kommunikationsfähigkeit.