Eingewöhnung

Schritt für Schritt im Biberbau zu Hause

Die Eingewöhnung im Biberbau verläuft nach dem Berliner Modell – einer langjährig erprobten und wissenschaftlich erforschten Methode zu Eingewöhnung für Kinder unter 3 Jahren. Das Grundprinzip dabei ist, dass das Kind an jedem Tag der Eingewöhnung einen neuen Schritt kennenlernt. Die Gesamtdauer der Eingewöhnung beträgt 3 Wochen.

Aufnahmegespräch

Im Biberbau findet vor der Eingewöhnung das Aufnahmegespräch statt. In dem einstündigen Gespräch lernen wir die Familie gut kennen und fragen natürlich auch nach allen wichtigen Daten zur Familie und dem Kind. Neben den Kontaktdaten, Informationen zu Allergien und Abholpersonen fragen wir auch nach Gewohnheiten des Kindes zum Thema Essen, Schlafen und Spielen. Durch diese Fragen sind wir später bei der Eingewöhnung bestmöglich auf das Kind und seine Familie vorbereitet.

Erste Woche

Die erste Woche der Eingewöhnung dient dann dem Kennenlernen. In den ersten drei Tagen ist die Bezugspädagogin mit dem Eingewöhnungselternteil und dem Kind am Nachmittag eine Stunde lang alleine im Gruppenraum. In dieser Zeit ist das Ziel, dass sich alle drei kennen lernen und Vertrauen zu einander fassen. Daher finden hier weder Trennungen statt noch sind andere Kinder und Pädagoginnen mit dabei. Erst ab dem vierten Tag der Eingewöhnung lernen Elternteil und Kind die restliche Gruppe und die weiteren Pädagoginnen kennen. Sie verbringen wieder eine Stunde im Biberbau, nehmen an unserem Morgenkreis teil und machen sich mit der Spielsituation in der Gruppe vertraut. Nach ca. 50 Minuten gemeinsamer Zeit in der Gruppe verabschiedet sich das Elternteil und verlässt den Gruppenraum für ca. 10 Minuten. Diese erste Trennung ist meist ein emotionaler Moment für Eltern und Kinder, den wir behutsam begleiten.

Zweite Woche

In den folgenden Tagen wird die Besuchszeit des Elternteils in der Gruppe immer weiter reduziert und die des Kindes erweitert. Nach und nach lernt das Kind neue Aspekte im Biberbau kennen: das Spiel in der Gruppe ohne den Elternteil, tägliches Wickeln mit der Bezugspädagogin, Essen im Kinderrestaurant, Zähneputzen und Hände waschen nach dem Mittagessen. Bis zum Ende der zweiten Woche wird das Kind noch vor der Schlafenszeit um 12:00 Uhr abgeholt.

Dritte Woche

Ab der dritten Woche der Eingewöhnung beginnt das Kind im Biberbau auch mittags zu schlafen. Es lernt, gemeinsam mit den anderen Kindern und unter Betreuung der Pädagoginnen seinen Pyjama anzuziehen und in seinem Bett zur Ruhe zu finden. Dabei begleiten die Pädagoginnen der Gruppe das Kind sehr intensiv, um dem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln. Mit Abschluss der Schlafenszeit und der Verlängerung des Aufenthalts Ihres Kindes auf die gewünschte Buchungszeit bis zum Ende der dritten Woche ist die Eingewöhnung abgeschlossen.

Empfehlung für Eltern

Für die Eingewöhnung empfehlen wir Eltern, sich ca. vier Wochen Zeit zu nehmen. Auch wenn die Eingewöhnung an sich nur 15 Arbeitstage dauert, sollten sich die Eltern Puffer einbauen. So kann es z.B. dazu kommen, dass das Kind während der Eingewöhnung ein paar Tage krank ist. Dadurch verlängert sich die Zeit automatisch. Auch kann es dazu kommen, dass die Bezugspädagogin während den ersten zwei Wochen der Eingewöhnung erkrankt. In diesem Fall muss auch die Eingewöhnung unterbrochen werden. Erst ab der dritten Woche kann eine andere Pädagogin aus der Gruppe die Eingewöhnung fortsetzen.

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